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« Sie verzichten auf Glyphosat » – Frédéric Albaret der Wiesenfreund

5 September, 2018

Frédéric Albaret ist ein professioneller Freund der Gräser. Dieser in Cabrerolles, in der AOC Faugères ansässige Winzer hat sich dazu entschlossen, die wilden Pflanzen und Gräser in und um seinen Weinbergen wieder wachsen zu lassen. Zusammen mit fünf anderen Winzern der Region testen diese Methode seit einigen Jahren, begleitet von Experten des Landwirtschaftsministeriums.

„Im Winter gibt’s keinerlei Probleme, aber im trockenen Sommer können die Wildpflanzen den Reben Konkurrenz machen“, gibt der Winzer zu, der regelmäßig mit dem Mäher durch die Weinberge geht. Aber der Aufwand ist die Sache wert.

„Pflügen und Unkrautvernichter zerstören die Bodenstruktur. Die Böden versorgen sich heute selbst, und sie sind vor allem viel lebendiger, voller Würmer und Bakterien.“ Und das kommt auch der Weinqualität zu Gute.

„Unsere Weine sind komplexer geworden, mit sehr viel mehr Charakter.“

Aber Frédéric Albaret verzichtet nicht nur auf Glyphosat, sondern rührt kein einziges chemisches Spritzmittel mehr an, und freut sich darüber, „mit offenem Fenster durch die Weinberge fahren zu können“. Ein Entscheidung, die viel Einsatz und Observation verlangt.

„Wenn man keine Pestizide mehr benutzt, darf man gar nicht erst  zulassen, dass sich Pflanzenkrankheiten  im Weinberg niederlassen, da man keine Möglichkeit mehr hat einzugreifen.“ Heute spritzt er regelmäßig mit Kupfer und Schwefel. Der Biowinzer gibt zu, dass die Erträge zu Anfang der Umstellung runter gegangen sind. Aber heute produziert die Domaine Saint Antonin 100.000 Flaschen Wein auf 30 Hektar Rebfläche.

„Als wir 2005 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben, da wir das Gefühl hatten, unsere Sache besser machen zu können, ohne uns selbst und die Umwelt zu vergiften, wurden wir ein wenig belächelt. Heute sind wir keine Ausnahme mehr. 90% der Winzer unserer Gemeinde sind heute Bio!“

ARTIKEL “LA GAZETTE” N° 1564, Juni 2018

Pünktlich zum Frühling! Die ersten Weine aus 2017…

23 May, 2018

Les Jardins Rosé 2017

Seine helle, blassrosa Lachsfarbe verlangt nach Sonne! In der Nase und am Gaumen begegnen Ihnen sommerliche Aromen, die an weißen Pfirsich mit ein paar Spritzern Zitronensaft erinnern, erfrischend und leicht. Ein echter Terrassenwein, der Ihnen am Ende des Tages, begleitet von Honigmelone und rohem Schinken besonders viel Trinkspass bringen wird.

Les Jardins Rot 2017

Purpurn und leuchtend im Glas zeigt diese Cuvee die gleiche aromatische Überschwänglichkeit wie in vergangenen Jahrgängen: Ein ganzer Korb voll schwarzer Früchte, Johannisbeeren, Holunder und frische Pflaumen. Der ganze Saft der Früchte findet sich am Gaumen wieder, zusammen mit etwas Zimt und leichten, knackigen Tanninen, die den Geschmack dezent verlängern. Gebratenes Kotelett mit Kräutern, gegrilltes Gemüse, reifer Hartkäse… Ein ausgezeichneter Tischbegleiter bis in den Herbst hinein.

Cazalet 2017

Reife Frucht in der Nase – Himbeere, Brombeere, Kirsche – mit dem etwas wilderen Duft von schwarzem Pfeffer und Waldboden, sowie süßen Nougat-Aromen. Weich und vollmundig am Gaumen, getragen von geradliniger und präziser Säure und kräftigen, aber feinen Tanninen. Die Fülle und die Konzentration des Weines bringen für uns das große Potential dieses Jahrgangs zum Ausdruck. Genießen Sie ihn ab kommendem Herbst, zu Lammfleisch oder zu würzig gebratenen Pilzen.

Saint Antonin’s Newsletter – Frühjahr 2018

15 April, 2018

Was für ein erstaunliches Jahr, dieser noch junge Jahrgang 2018, der sich so anders als sein Vorgänger präsentiert. Der Winter war mild und regnerisch, abgesehen von der extremen Kälteperiode im Februar, die uns und den Reben sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung bleibt.

Währen die Reben im vergangen Jahr sehr früh austrieben, sind sie in diesem Frühjahr wieder zu ihrem „normalen“ Rhythmus zurückgekehrt: Die Vegetation erwachte Ende März und profitiert bisher von den guten Wasserreserven im Boden, welche die Pflanzen sicherlich bis weit in den Sommer vor Trockenstress schützen werden. Wenn das reichliche Grundwasser und die wärmende Sonne die Reben auch zu einem schnellen, fast explosionsartigen Frühlingswachstum verleiten könnten, zeigt sich dieses bisher aufgrund des natürlichen Bodenwuchses und der noch recht kühlen Bodentemperaturen eher moderat.

Dieses Wachstumsverhalten der Reben beobachten wir schon seit einigen Jahren. Genauer gesagt, ungefähr seit einem Jahrzehnt, seitdem wir auf biologische Landwirtschaft umgeschaltet haben: Die Pflanzen haben an Kraft und Selbstständigkeit gewonnen und zeigen sich weniger anfällig und beeinflusst vom wechselhaften Wetter. Ganz so, als hätten Sie ihren eigenen Rhythmus gefunden, einen Rhythmus, den wir übrigens respektieren müssen und möchten.

Die Weine zeigen eine ähnliche Entwicklung und wir passen unsere Arbeitsmethoden an ihre Bedürfnisse an: Handlese bei optimaler Reife, je nach Rebsorte und Lage, lange Maischelagerung mit sanfter Extraktion, langsames Reifen der Weine auf der Feinhefe, im Holz oder im Betontank.

Aber die erstaunlichsten „Werkzeuge“ der Weinbereitung, die wir in den letzten Jahren wiederentdeckt haben, sind wohl Geduld, Zurückhaltung und natürlich Zeit. Es gibt keinen Grund, den Weinen durch Technik und Eingreifen einen imaginären Charakter aufzuzwingen, denn dieser wurde schon von den Reben und dem Jahrgang geschaffen. Unsere Arbeit besteht lediglich darin, sie zu begleiten, die reifen Früchte zu ernten, und sich mit einem Weinglas in der Hand in Geduld zu üben. Die Weine sagen uns, wenn sie fertig sind…

Aus diesem Grunde wird die Cuvee „Magnoux“ 2016 wohl noch bis zum Jahresende im Keller ruhen. „Les Jardins“, rosé und rot, sowie „Cazalet“ Jahrgang 2017 wurden indessen im vergangenen Monat abgefüllt und stehen Ihnen zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühling,

herzlichst,

Fabienne und Frédéric Albaret

Wie schmeckt Cuvée Magnoux 2012 nach 5 Jahren Lagerung ?

15 March, 2018

Nach einigen Jahren Lagerung im frischen und dunklen Keller, haben wir vor Kurzem einige Flaschen der Cuvée Magnoux 2012 verkostet. Der Wein zeigt sich heute offen und expressiv und bringt die gesamte Kraft und Finesse dieses großen Jahrgangs in Faugères zum Ausdruck.

In der Nase bietet er ein intensives Bouquet aus frischem Waldboden, Kirschen, Pflaumen und Kakao, während am weichen Gaumen Frische und seidene Tannine zum Ausdruck kommen. Ein langer, wohlschmeckender, leicht salziger Abgang, getragen von Fruchtaromen, Mandeln und Schokolade, mit einem Hauch Lederduft. Genießen Sie ihn heute zu Kalbsbraten in Kräuterkruste, Federwild oder würzig gebratenem Gemüse… Oder lassen Sie ihn noch fünf bis sieben Jahre, unter guten Bedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) im Keller reifen.

Saint Antonin auf der Millésime Bio Messe in Montpellier

15 December, 2017

Wir sind auf der Weinmesse MILLÉSIME BIO in Montpellier vom 29. bis 31. Januar. Sie finden uns in der HALLE A4 – STAND 631. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Drei Sterne und einen « Coup de Cœur » für die Cuvée Cazalet 2016

28 November, 2017

Schöne, dunkel-violette Farbe. Die Nase wird von Lakritzaromen beherrscht und strotzt vor Frische. Rosmarin und Brombeeren gesellen sich rasch dazu und verleiten zum Verkosten. Am Gaumen herrscht ebenfalls Frische vor und gibt dem Wein einen saftigen Geschmack, begleitet von Minz- und Raucharomen, vereinzelten Heidelbeeren und Rosenblättern. Tolle Komplexität und vor allem große Lust, nachzuschenken. Ein idealer Begleiter für gebratene Lammnieren.

1001 Dégustations

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